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55,76" - 6.Platz - letzte Impressionen und ein kurzes Resümee

55,76" -Leider ging nicht mehr...

Nun ist die Schlacht geschlagen, so positiv waren wir im Vorfeld und nun können wir uns mit dem 6.Platz nicht so richtig freuen. Es ist eine tolle Platzierung und war etwas großartiges in einem Olympiafinale vor tausenden Zusehern zu laufen, Oscar Pistorius lief neuen WR und holte sein drittes Gold. (47,49"). Das finale Leistungsniveau war das beste aller Zeiten, die Bronzemedaille ging mit 51,69" weg. Damit hätte man 2000 Gold und 2004 Silber gewonnen. Leider zwang uns die Verletzung zum tagelagen Nichtstun und so konnte wertvolles Training nicht gemacht werden. Dies führte letztlich zu einem leichten Formverlust im spezifischen Ausdauerbereich. Zudem war die Taktik in diesem Feld sehr offensiv, aber nie kopflos angelegt. Michael hat wirklich eine professionelle Einstellung beim Rennen gehabt und hat alles Ihm ermögliche versucht, leider trugen Ihn seine Beine dieses Mal nicht so schnell ins Ziel wie wir erhofft haben. So bleiben nun die 55,76" in der offiziellen Ergebnisliste stehen....

Gold für Tom Geierspichler

Einen wunderschönen und einzigartigen Höhepunkt brachte der Schlußtag der Spiele. Der letzte Bewerb der Paralympics - der Marathon - stand an. Um 4.15h gingen Tom Geierspichler, sowie Rollstuhlcoach Sepp Loisinger und meine Person als zweiter "Tom-Coach" zum Frühstück, ehe wir dann um 5.30h mit dem Shuttle zum Tian`namenplatz aufbrachen. Dort wurde der Marathon um 7.30h (wochentags!!) gestartet.  Als ich Tom am Morgen in die Augen sah wußte ich schon, heute ist er super drauf. Er hatte die "bright eyes", sie glänzten hell und waren voller Motivation. Der Rest ist bekannt. Nach 11km kamen die Athleten wieder zurück zum Tian`namen, Tom war im Pulk der Spitzengruppe und die hatten ein Höllentempo angeschlagen, die Uhr tickte gerarde mal erst 24:30min. Ich feuerte Ihn ein letzes Mal an,  Tom hatte Zeit mir nochmals zu winken, er wirkte locker und konzentriert, war in seinem Rhythmus und in seine Welt eingetaucht....wir kamen gerade noch rechtzeitig ins Vogelnest als Tom durch die Katakomben ins Stadionoval einfuhr, unglaublich die Uhr zeigte erst 1:37h nur mehr 500m, wir wußten nicht an welcher Stelle er war -  kamen doch permanent Fahrer auch anderer Klassen ins Stadion (alle Marathonklassen starteten ja um 7:30h). Tom duckte seinen Kopf sehr tief und ließ seine Arme arbeiten, unglaubliches Tempo , ich feuerte Ihn ein letztes Mal lautstark an( an der 100m Marke stehend) und wieder hatte er Zeit seine positiven Emotionen zu zeigen, nun war es Gewissheit, es war vollbracht, er rollte im Freilauf die letzten 100m ins Ziel und vollzog einen Freudentanz in seinem Rennrolli. Er war tatsächlich OLYMPIASIEGER geworden, und dies mit WR von 1:40:07!! Als wir 70 Minuten später vor  80.000 Zusehern die österreichische Bundeshymne im "Vogelnest" hörten stieg in uns allen ein unglaubliches Glücksgefühl hoch. Momente im Sportler- und auch Trainerleben die für sehr  vieles entschädigen und unvergessen bleiben. Jetzt ist man besonders stolz Österreicher zu sein.

Heimreise 

Somit traten wir gestern mittag nach einer wiederum wunderschönen und emotionalen 120 minütigen Abschlußfeier die Heimreise mit dem kompletten ÖPC Team an. Wir waren froh wieder heimatlichen Boden unter uns zu spüren, auch wenn die Luft mehr als 20 Grad kühler ist wie noch am Tag zuvor. Mit dem 6.und 9.Platz inklusive des Österreichen Rekords (12,11") sowie Unmengen an Erfahrungen und Impressionen landeten wir um 18h in Wien-Schwechat. Dort wurde uns ein herzlichen Empfang am VIP Terminal Wien-Schwechat gemacht ehe es dann spät abend weiterging im Flieger nach Graz.

Olympische Spiele haben ihren eigenen Stellenwert der mit nichts zu vergleichen ist. Das Flair welches von dieser größten Sportveranstaltung ausgeht ist einzigartig - so wie die Spiele in Beijing 2008. Michael hat sich qualifiziert, ich durfte als Teamcoach der Leichtathleten diese Spiele miterleben, wir beiden waren dankbar diese 18 Tagen in Peking verbracht zu haben. 5 Wochen wurde uns und der Welt vorgeführt, wozu das Land imstande ist, Millionen Zuseher bei den verschiedenen Sportarten waren gleich imposant wie die teilweise hypermodernen Sportstätten in denen sie ausgetragen wurden und die mehr als 500.000 Volunteers die 24h am Tag und in der Nacht hilfsbereit und allzeit freundlich zur Verfügung standen. Nun sind die Spiele geschlagen, Peking 2008 ist Geschichte. Die gesamte Welt hat sich herzlich bei China bedankt. Man bot uns einzigartiges, vielleicht die besten Spiele aller Zeiten, für die Paralympics wurde dies auch in der Schlußrede dokumentiert. Aber wIr können nun nur hoffen, daß China und deren Bevölkerung einen großen Benefit aus den Spielen mitnehmen wird, aber geben wir einem 1,4 Mrd Volk die entsprechende Zeit nun reagieren zu können. Dann hätte China selbst die wohl wertvollste aller Goldmedaillen gewonnen

Zai Jian Bejing and welcome to London

Christian und Michael

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